Was ist eigentlich betriebliches Gesundheitsmanagement und warum ist es so wichtig?

Aktualisiert: Jan 28

Das primäre Ziel des betrieblichen Gesundheitsmanagement ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem die Gesundheit aller Mitarbeiter*innen erhalten und gefördert wird. Somit gehören zum betrieblichen Gesundheitsmanagement alle Maßnahmen, die zu der genannten Zielerfüllung beitragen.


Unterscheiden kann man diese Maßnahmen in 3 Kategorien:


1. Arbeits- und Gesundheitsschutz (Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin)

2. Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

3. Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)


Create Relevant Content


Arbeits- und Gesundheitsschutz (Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin)

Das wichtigste Grundlagengesetz für den betrieblichen Arbeitsschutz ist das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG). Es verpflichtet den Arbeitgeber, Gesundheitsgefährdungen am Arbeitsplatz zu beurteilen und über notwendige Schutzmaßnahmen zu entscheiden. Der Arbeitgeber hat für eine funktionierende Arbeitsschutzorganisation im Betrieb zu sorgen. Dies kann besonders wirksam durch eine nachhaltige Einbindung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in die Strukturen und Abläufe eines Unternehmens erreicht werden. Ferner unterweist der Arbeitgeber die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit und trifft Vorkehrungen für besonders gefährliche Arbeitsbereiche und Arbeitssituationen.[1]

Hierzu zählen folgende Bereiche:

• Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung

• Gefährdungsbeurteilung der Einrichtung

• Erweiterte medizinische Angebote (z. B. Impfungen)

• Sicherheitsunterweisungen

• Begutachtung bei Klienten

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement ist ein Prozess, der im Arbeitsalltag der halpy GmbH gelebte Praxis darstellt. Das BEM dient dem Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter*innen. Gleichzeitig sichert das BEM durch frühzeitige Intervention die individuellen Chancen den Arbeitsplatz zu behalten.[2]


Besonders in einer Branche, in der es häufig zu berufsbedingten Erkrankungen kommen kann, ist es wichtig zu wissen, ob es einen Zusammenhang zwischen der ausgeübten Tätigkeit im Betrieb und der Erkrankung der Mitarbeiter*in gibt. Sollte dies der Fall sein, wird gemeinsam mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt die entsprechende Situation analysiert und es werden Folgemaßnahmen abgeleitet.

Sollte aufgrund einer Erkrankung, die nicht mit der Arbeit in Verbindung zu bringen ist, eine Ausübung der bisherigen Arbeit nicht wie zuvor oder gar nicht mehr möglich sein, werden alternative Einsatzmöglichkeiten geprüft.

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

Die betriebliche Gesundheitsförderung hat nicht nur für die Pflegebranche eine große Bedeutung. Jedoch ist sie hier besonders wichtig, da die Mitarbeiter*innen im Tagesgeschäft einer größeren körperlichen Anstrengung ausgesetzt sind als in anderen Branchen. Hauptziel der betrieblichen Gesundheitsförderung ist es, mit präventiven Maßnahmen die Gesundheit und Erhaltung der Arbeitsfähigkeit zu unterstützen.

Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein Prozess mit den Schritten „Vorbereitung“, „Nutzung und Aufbau von Strukturen“, „Analyse“, „Umsetzung“ und „Evaluation“. Sie soll innerbetrieblich möglichst mit den übrigen gesundheitsbezogenen Diensten und Funktionsbereichen, insbesondere dem Arbeitsschutz und dem betrieblichen Eingliederungsmanagement, zu einem ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagement verbunden werden. Die Inhalte und Umfänge der erbrachten Leistungen, einschließlich ihrer Kombinationen, ergeben sich aus dem gemeinsam mit den Verantwortlichen für den Betrieb und den beschäftigten Versicherten ermittelten Bedarf.

• Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

• Sport während der Arbeitszeit

• Gesunde Ernährung/Ernährungsberatung

• Stressreduzierende Arbeitsplatzgestaltung

• Coping Strategien zur Stressbewältigung

Fazit

Das Ergebnis des Gesundheitsmanagement dient nicht nur dem Erhalt und der Förderung der Gesundheit aller Mitarbeiter*innen. Sie fördert darüber hinaus auch die Produktivität, Leistung, Motivation und somit zusammengefasst die Mitarbeiterzufriedenheit.

[1] Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2015) [2] Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2018)

7 Ansichten0 Kommentare